Stornobedingungen
Vermieter: [NAME VERMIETER], [ANSCHRIFT], [E-MAIL / TELEFON]
Gültig für: ☐ die Buchung Nr. [NUMMER] vom [DATUM] ☐ alle Buchungen der Unterkunft [ADRESSE/BEZEICHNUNG]
1. Stornierung durch den Mieter vor Anreise
Der Mieter kann die Buchung vor Anreise jederzeit in Textform (E-Mail genügt) stornieren. Maßgeblich ist der Zugang der Stornierung beim Vermieter. Es gelten folgende Stornokosten:
| Zugang der Stornierung |
Stornokosten |
| bis [ANZAHL, z. B. 14] Tage vor Anreise |
kostenfrei |
| [ANZAHL]–[ANZAHL, z. B. 13–7] Tage vor Anreise |
[PROZENT, z. B. 30] % des Buchungspreises |
| [ANZAHL]–[ANZAHL, z. B. 6–2] Tage vor Anreise |
[PROZENT, z. B. 50] % des Buchungspreises |
| ab [ANZAHL, z. B. 1] Tag vor Anreise |
[PROZENT, z. B. 80] % des Buchungspreises |
Bei Buchungen über längere Zeiträume gilt als Berechnungsgrundlage höchstens der Buchungspreis der ersten [ANZAHL, z. B. 4] Wochen: [REGELUNG ANPASSEN — oder streichen].
2. Nichtanreise (No-Show)
Reist der Mieter ohne Stornierung nicht an, kann der Vermieter [PROZENT, z. B. 80] % des Buchungspreises für den gebuchten Zeitraum, höchstens jedoch [BEGRENZUNG, z. B. den Preis der ersten [ANZAHL] Wochen], verlangen. Die Unterkunft wird bis [UHRZEIT] Uhr des Folgetages freigehalten, danach kann der Vermieter anderweitig vermieten.
3. Anrechnung ersparter Aufwendungen und Weitervermietung
Auf die Stornokosten werden ersparte Aufwendungen (z. B. Reinigung, Verbrauchskosten, Wäsche) sowie sämtliche Einnahmen angerechnet, die der Vermieter durch eine anderweitige Vermietung des stornierten Zeitraums erzielt. Der Vermieter bemüht sich im Rahmen des Zumutbaren um eine Weitervermietung. Dem Mieter bleibt der Nachweis unbenommen, dass dem Vermieter kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
4. Vorzeitige Abreise
Reist der Mieter vor dem vereinbarten Mietende ab, bleibt er zur Zahlung der Miete für den gesamten gebuchten Zeitraum verpflichtet, soweit der Zeitraum nicht anderweitig vermietet werden kann. Ziffer 3 gilt entsprechend. Abweichend können die Parteien Folgendes vereinbaren: [KULANZREGELUNG, z. B. „Bei Abreise wegen vorzeitigem Baustellenende genügt eine Ankündigung von [ANZAHL] Tagen; gezahlt wird bis zum Ablauf der Ankündigungsfrist.“ — oder streichen].
5. Umbuchung (optional)
Eine kostenfreie Umbuchung auf einen anderen Zeitraum ist bis [ANZAHL] Tage vor Anreise einmalig möglich, sofern die Unterkunft im gewünschten Zeitraum verfügbar ist. Spätere Umbuchungen gelten als Stornierung mit Neubuchung. (Streichen, falls nicht angeboten.)
6. Stornierung durch den Vermieter
Kann der Vermieter die Unterkunft aus von ihm zu vertretenden Gründen nicht bereitstellen, erstattet er bereits geleistete Zahlungen unverzüglich und vollständig. Weitergehende gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt. Bei höherer Gewalt (z. B. Wasserschaden, behördliche Anordnung) informiert der Vermieter den Mieter unverzüglich und bemüht sich nach Möglichkeit um Ersatz.
7. Form
Stornierungen, Umbuchungen und Mitteilungen nach diesen Bedingungen bedürfen der Textform.
[ORT], den [DATUM]
Vermieter
Zur Kenntnis genommen: Mieter (bei Verwendung als Vertragsanlage)
Unverbindliches Muster, keine Rechtsberatung. Pauschalierte Stornokosten unterliegen als vorformulierte Bedingungen der AGB-Kontrolle — überhöhte Sätze ohne Anrechnung ersparter Aufwendungen und ohne Nachweismöglichkeit eines geringeren Schadens können unwirksam sein. Lassen Sie Ihre Staffelung im Zweifel anwaltlich prüfen.
Warum eigene Stornobedingungen unverzichtbar sind
Kein Storno-Thema ist in der Monteurvermietung so häufig wie dieses: Die Baustelle verschiebt sich um drei Wochen, der Auftrag platzt, die Kolonne wird woanders gebraucht. Ohne vereinbarte Stornoregeln stehen Sie dann vor einer unangenehmen Gemengelage — theoretisch bleibt der Mieter oft zahlungspflichtig, praktisch beginnt ein zähes Hin und Her über Kulanz. Klare, faire Stornobedingungen lösen das Problem, bevor es entsteht: Beide Seiten wissen von Anfang an, was eine Absage kostet.
Die Staffelung: streng genug zum Schutz, fair genug zum Buchen
Das Muster arbeitet mit einer Staffel nach Vorlauf: kostenfrei bei früher Absage, steigende Prozentsätze, je näher die Anreise rückt. Diese Logik bildet Ihr echtes Risiko ab — einen Zeitraum, der 14 Tage vorher frei wird, können Sie meist neu vermieten; bei einer Absage am Vortag gelingt das selten. Übertreiben sollten Sie trotzdem nicht: 100 % ab Tag eins schreckt Firmen ab und hält einer rechtlichen Prüfung oft nicht stand. Als vorformulierte Klauseln unterliegen Stornobedingungen der AGB-Kontrolle; wirksam sind sie in der Regel nur, wenn ersparte Aufwendungen angerechnet werden und der Mieter nachweisen darf, dass Ihr Schaden geringer war. Genau diese beiden Sicherungen enthält Ziffer 3 des Musters.
Der Langzeit-Deckel: wichtig bei Monatsbuchungen
Bei einer Buchung über vier Monate wären 50 % Stornokosten ein absurd hoher Betrag — und genau solche Klauseln kippen vor Gericht zuerst. Das Muster sieht deshalb einen Deckel vor: Berechnungsgrundlage ist höchstens der Preis der ersten Wochen. Das ist fair, senkt die Hemmschwelle für lange Buchungen und deckt trotzdem Ihren realen Schaden ab, denn längere Zeiträume lassen sich nach einer Absage meist teilweise neu belegen.
No-Show und vorzeitige Abreise nicht vergessen
Zwei Fälle werden gern übersehen: Der Gast reist gar nicht erst an (No-Show) — hier braucht es eine Regel, wie lange Sie freihalten und was fällig wird. Und der Gast reist früher ab, weil die Baustelle schneller fertig wurde — hier bleibt es beim Grundsatz der Zahlungspflicht bis Vertragsende, das Muster bietet aber eine optionale Kulanzregelung mit Ankündigungsfrist an. Gerade bei Firmenkunden ist eine solche Regelung ein starkes Verkaufsargument: Sie nimmt der Firma das Planungsrisiko und Ihnen die Verhandlungen im Einzelfall.
So binden Sie die Bedingungen richtig ein
Stornobedingungen wirken nur, wenn sie vereinbart sind: Nehmen Sie sie als Anlage in den Mietvertrag auf (die Musterverträge hier — Monteurzimmer, ganze Wohnung, Firmenbuchung — verweisen bereits darauf) oder drucken Sie sie in der Buchungsbestätigung ab, die der Gast vor Anzahlung erhält. Nachgeschobene Bedingungen, die erst beim Check-in auftauchen, sind wertlos.
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